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Die Einladung

Nach trüben Tagen strahlt die Sonne wieder,
Die seidnen Flügel sanfter Weste wehn
Im stillen Tal, um waldbekränzte Höh’n;
Der Schmetterling schwingt froh sein zart Gefieder;


Ein heitrer Morgen lächelt auf uns nieder,
Die Sonne wallt noch einmal hold und schön
Durch die Natur; im jubelnden Getön‘
Erschallen neubelebt der Sänger Lieder;

Doch höher noch wird jede Wonne heute
Der göttlichen Natur, an dessen Seite,
Der Geist und Herz sokratisch – mild vereint!

Du weißt es wohl, wen meine Seele meint;
Komm, edler Freund, zum Forst in jenen Garten,
Wo Sympathie und Freundschaft uns erwarten!

Elise Sommer (geb. 1767)