Wie liegst du fromm gebreitet, Du lichter grüner Wald! Im Gras ein Rehlein weidet, Der Schlag der Amsel hallt. Wie oft hab` ich geschwärmet In dir, du duft`ger Tann, Und wenn ich mich gehärmet, Du warst nicht schuld daran.
Da sank der Abend und der Tag entschlief, Der kurze, in der Inseln dünnem Wald. Des Eises Ton war auf dem See verhallt Und nur der Wind im trocknen Schilfe lief.
Wo tief der Wald voll Tannen, Das wilde Gras so weich, Ein Zauber muß mich bannen, Hin streck` ich mich sogleich. Und wo ein Vogel singet, Im Grund ein Bächlein rauscht, Im Herzen nach es klinget, Die ganze Seele lauscht.
Der Abend dämmert, es wirbelt der Wind den Schnee von dem hohen Dache, Großmütterchen sitzt am warmen Kamin mit den Kleinen im warmen Gemache. „Erzähl uns etwas, Großmütterlein!“ – „Recht gern, ihr närrischen Dinger, ihr müsst nur brav und bescheiden sein!“ Und mahnend hebt sie den Finger.
Das Fest der Pfingsten kommt im Hall der Glocken, Da jauchzt in Frühlingsschauern die Natur; Auf jedem Strauch des Waldes und der Flur Schwebt eine Ros’ als Flamme mit Frohlocken.