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Sprüche, Gedichte, Zitate

Am heiligen Abend – Gedicht von Karl von Gerok

O heiliger Abend,mit Sternen besät,wie lieblich und labenddein Hauch mich umweht!Vom Kindergetümmel,vom Lichtergewimmelaufschau ich zum Himmelin leisem Gebet. Da funkelt von Sternenein himmlischer Baum,da jauchzt es im fernen,ätherischen Raum;da lassen die Sphärenin seligen Chörenglückwünschend sich hören;mir klingt’s wie im Traum. Es führet mit FeuerOrion den Chor,die himmlische Leiertöt golden hervor;dann folgen mit Schalledie Sternelein alle;dem

Der stille Garten

Wie gefangen liegt die Sonne Hier in meinem kleinen Garten, Wo zu immer neuer Wonne Tausend Wunder auf mich warten.

Wulfhild und Waldtraut

Die schlanke Bode fließt im Thale Um manchen Berg und Felsenhang, Macht her und hin manch liebe Male Umweg und krummen Wiedergang.

Mitternacht

Am Himmel steh’n die Sterne Und leuchten still und halten Wacht: Und über Näh‘ und Ferne Liegt schwarz die Mitternacht.

Sternenblick

Ich war noch rege, war noch wach, Vom süßen Schlummer fern, Ich schaute in die dunkle Nacht Und staunte an der Sterne Pracht Und betete zum Herrn.