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Sprüche, Gedichte, Zitate

Nicht in der Weite

Herz, mein Herz, nicht in der Weite, In der Nähe wohnt das Glück; Glaube, liebe, hoffe, leide, Und kehr‘ in dich selbst zurück.

Wulfhild und Waldtraut

Die schlanke Bode fließt im Thale Um manchen Berg und Felsenhang, Macht her und hin manch liebe Male Umweg und krummen Wiedergang.

Meine Sonne

Hoch hab‘ ich stets die Wissenschaft gehalten Und freu‘ mich der Erkenntnisfrucht, der süßen, Und sitze neuen Meistern gern zu Füßen, Und geh‘ zur Schule gern auch bei den Alten;

An die Liebe

Holde Liebe, welchen Jüngling du Dir zum Freund erkoren, Dem wird jeder Augenblick zur Ruh Und zum Glück geboren! Fröhlich sieht sein blühendes Gesicht Jeden Tag entstehen; Fröhlich sieht er ihn im Purpurlicht Wieder untergehen.

Abseits | Gedicht von Heinrich Seidel

Des Krieges Woge warf ihn aus,Todtwund und fern vom Vaterhaus,Und eh sein Name ward Jemand kund,Verschloss ihm der Tod für ewig den Mund. Auf seiner durchschossenen Brust man fandEine Locke grau mit verblichenem Band,Darauf eine Inschrift zeigte sich:„Mein lieber Sohn, ich bete für dich!“ Ein Jüngling schön mit lockigem Haar –Man legte ihn auf die

Das Künstlerpaar | Gedicht von Heinrich Seidel

Er:Du steigst empor, man jauchzt dir zu!Fast störts ein wenig meine Ruh,Denn Eines könnt ich nicht ertragen:Wenn du mich würdest überragen! Sie:Du bist mein Licht und meine Wonne!Steig wie ein Adler auf zur Sonne!Und lässest du mich weit zurück,Nur um so grösser wird mein Glück! Heinrich Seidel

Sonnen-Wende

Es naht sich deine Zeit/ als wie das Jahr/ zum Ende/ Halt mit bekehrtem Sinn die rechte Sonnen-Wende. Hans Aßmann Freiherr von Abschatz