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Sprüche, Gedichte, Zitate

Das Wasser des ewigen Lebens

Offenb. 22, 1 Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes.

Sonntagmorgen – Gedicht von Karl von Gerok

Herz, mein Herz, welch sanfte LustHegst du heut in stiller Brust?Aug, mein Aug, welch‘ mildes GlückStrahlet dein verklärter Blick. Ists das holde Himmelsblau?Ists die bunte Blumenau?Ists der Vögel Morgenpsalm?Ists der Tau auf Gras und Halm? – Schön ist meines Gottes Welt,Blumenflur und Himmelszelt,Süß das Wehn der Morgenluft,Rosenglanz und Nelkenduft. Aber was mich fröhlich macht,heut ists

Abschied von der Klosterkammer

Leb wohl, du stille klösterliche Kammer, Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer, Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß, Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.

Die Paradiesesströme

Vier Ströme trugen einst von Edens Schwellen Die süße Flut hinaus ins weite Land: Der Pison führte Gold in seinen Wellen, Der Gihon wars, der Mohrenland umwand, Durch Assurs Flur sah man Hidekel quellen. Der stolze Phrat bespülte Babels Strand, Frisch brausten sie, die Paradiesessöhne, Die Welt entlang in heller Jugendschöne.