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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Kampf mit dem Drachen

Was rennt das Volk, was wälzt sich dort Die langen Gassen brausend fort? Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen? Es rottet sich im Sturm zusammen, Und einen Ritter, hoch zu Roß, Gewahr ich aus dem Menschentroß, Und hinter ihm, welch Abenteuer! Bringt man geschleppt ein Ungeheuer, Ein Drache scheint es von Gestalt, Mit weitem Krokodilesrachen, Und

An den Mond

Längst, du freundliches Nachtgestirn, Ist dein Geheimnis verweht. Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon Zu dir empor, Denn verfallen bist du, wie alles jetzt, Der Wissenschaft, Die deine Höhen und Tiefen mißt – Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter Der Hypothesen.

Der Komet

Der Stern, der bei der Venus steht, schau, Mädchen, und begreif: Der neue Stern ist ein Komet. Kühn spreizt sich ihm der Schweif.

Nachtgang

Wir gingen durch die stille milde Nacht, dein Arm in meinem, dein Auge in meinem. Der Mond goß silbernes Licht über dein Angesicht, wie auf Goldgrund ruhte dein schönes Haupt.

Ballade

Und die Sonne machte den weiten Ritt Um die Welt, Und die Sternlein sprachen: „Wir reisen mit Um die Welt“; Und die Sonne, sie schalt sie: „Ihr bleibt zu Haus! Den ich brenn euch die goldnen Äuglein aus Bei dem feurigen Ritt um die Welt.“

Am graubedeckten Horizont erhebt…

Am graubedeckten Horizont erhebt Sich rot der Mond, vom Nebeltanz getragen. Das Feld schläft dampfend ein, die Frösche klagen Im grünen Schilf, durch das ein Frösteln bebt.