Spruechetante.de

Sprüche, Gedichte, Zitate

Ernte- und Herbst-Dankfest | Gedicht von Karl von Gerok

Danket dem Schöpfer und preist den Erhalter,Dessen Barmherzigkeit immer noch neu,Rühret die Harfe und spielet den Psalter,Schmecket und sehet wie freundlich er sei,Ziert die Altäre,Bringt ihm zur EhreLiebliche Opfer des Lobes herbei. Hört ihr im Chore die hallenden Glocken?Schmückt euch, ihr Bürger, zum festlichen Gang;Viele zum Hause des Herren zu locken,Weithin erschalle der herrliche Klang!Auf

Abschied von der Klosterkammer

Leb wohl, du stille klösterliche Kammer, Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer, Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß, Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.

Der stille Garten

Wie gefangen liegt die Sonne Hier in meinem kleinen Garten, Wo zu immer neuer Wonne Tausend Wunder auf mich warten.

Wulfhild und Waldtraut

Die schlanke Bode fließt im Thale Um manchen Berg und Felsenhang, Macht her und hin manch liebe Male Umweg und krummen Wiedergang.

Im Mondenschein

Der liebe Mond der scheint so schön, Daß alle Sternlein ließen Das Leuchten sein in dunklen Höh’n; Nun muß ich wohl ans Fenster geh’n Und stille steh’n Und seh’n und seh’n, Es ist, als sollt‘ er mich grüßen.

Am Mondschein

Da liegt, vom lieben Mond erhellt, In stiller Ruh‘ umher die Welt; Nur Grillen zirpen noch um mich, Und freuen ihres Daseins sich.

Der Maiabend

Umweht von Maiduft, unter des Blütenbaums Helldunkel sehn wir Abendgewölk’ verglüh’n, des vollen Mond’s Aufgang erwartend und Philomelengesäng’ im Talbusch.