Als Moses in der Seele höchstem Zagen, Um Hülfe flehend, an den Fels geschlagen, Da fühlte Mitleid selbst mit ihm der Stein; Er öffnete des Busens starre Rinde, Und segensreich entströmte voll und linde Den Schmachtenden die Quelle frisch und rein. –
Nach langem, langem Sehnen An deinem Grab ich stand, Nach vielen, bitt’ren Thränen Sah ich dies Stückchen Land, Das Alles kalt bedecket, Woran voll Zärtlichkeit, Seit Leben ihm erwecket, Das Kind hing allezeit!
Wolken seh‘ ich geh’n und kommen, Und ewig droht der Winter fortzuwähren – Die Seele war so trüb mir und beklommen, Ich rief den Frühling, ach! er will nicht kommen, Sie und des Himmels Stirne aufzuklären.
Auf das bisschen mehr oder weniger Wissen kommt es ja gar nicht an, sondern darauf, wie wir es wissen und was es aus uns gemacht hat. Man kann sehr gelehrt und doch sehr engherzig, sehr bücherweise und aller Vorurteile voll sein. Luise Büchner
Schweift der Geist zurück in jene Tage Alter Zeiten, Schön’res er nicht findet, Als das Schicksal, welches eine Sage Uns von Philemon und Baucis kündet.
So tief verwundet ist dies Herz – Es möchte sich in Nacht versenken, Nicht sehen, hören und nicht denken, Nur fühlen seinen bitt’ren Schmerz! So kostet‘ es ihn bis zum Grund, Es müßte langsam sich verbluten, Und aus den ausgebrannten Gluthen Erhöb‘ es sich vielleicht gesund.
Zu einer goldnen Hochzeit Schweift der Geist zurück in jene Tage Alter Zeiten, Schön’res er nicht findet, Als das Schicksal, welches eine Sage Uns von Philemon und Baucis kündet.