Willkommen, o fröhlicher Ostertag! Nun klingt es wie Psalmen in Lüften, Nun lebet was welk und erstorben lag, Nun grünt es auf Gräbern und Grüften; Du Erde so sonnig, du Himmel so blau, Ihr Wölkchen so licht und ihr Winde so lau, Was lebt in der Luft und was webt auf der Au — Wer
Schlaf‘ süß! – es glüh’n die Sterne, Und eisig ist die Nacht. Ich hab‘ in weiter Ferne Noch träumend dein gedacht; Nun soll auf Geistesschwingen Zu dir hinüberklingen, Was mir die Nacht gebracht.
Bald ist die Winternacht dahin, Die kalten Nebelwolken fliehn, Und heller lacht die Sonne. Bald weckt der Lenz in Hain und Flur Die starre, schlummernde Natur Zu langentbehrter Wonne.
Es gibt der Esel, welche wollen, Daß Nachtigallen hin und her Des Müllers Säcke tragen sollen. Ob recht, fällt mir zu sagen schwer. Das weiß ich: Nachtigallen wollen Nicht, daß die Esel singen sollen. Gottfried August Bürger
Wir sind arme Vögel und haben Flügel, aber unser Nest ist auf der Erde und wenn der Gesang der Engel uns in die Höhe lockt, ruft uns der Schrei unserer Familie auf die Erde zurück. George Sand eigentlich Lucie Aurore Dupin
Nachts kam im Traum zu mir ein Engel, Der hatte vom Himmel den Abschied bekommen, Weil er, voll lauter irdischer Mängel, Das Himmelreich für die Erde genommen.
Sieh, wie schwebenden Schrittes im Wellenschwung sich die Paare Drehen! Den Boden berührt kaum der geflügelte Fuß. Seh’ ich flüchtige Schatten, befreit von der Schwere des Leibes? Schlingen im Mondlicht dort Elfen den luftigen Reihn? Wie, vom Zephyr gewiegt, der leichte Rauch in die Luft fließt,
Fest gemauert in der Erden Steht die Form aus Lehm gebrannt. Heute muß die Glocke werden! Frisch, Gesellen, seid zur Hand! Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben! Doch der Segen kommt von oben.
Ich singe ein Liedel, Juchheissa! Juchhei! Es säuseln die Lüfte, es locket der Mai, Die Quellen sie rieseln mit lustigem Klang, Die Bäche sie spielen und flöten Gesang.