Blass giesst im Verrinnen Auf Felder und Rain Schwermütiges Sinnen Der scheidende Schein. Schwermütiges Sinnen Wiegt flüsternd mich ein, Mein Herz zu umspinnen Im scheidenden Schein.
Heute nacht träumte mir, ich hielt den Mond in der Hand, wie eine große, gelbe Kegelkugel, und schob ihn ins Land, als gält es alle Neune. Er warf einen Wald um, eine alte Scheune, zwei Kirchen mitsamt den Küstern, o weh, und rollte in die See.
Aus unbekannten Tiefen stürmt es her, Es donnert an die Wände, überbraust Der Räder Sausen, stäupt die Säle leer Und reißt vom Werke jede Arbeitsfaust.
Wie sollten sich des Schönen Priester hassen, Wie sollten sie unedel sich bekriegen! Ein jeder wird dem andern gern erliegen, Das heißt, sich gern von ihm bewirten lassen!
Drei Bitten hab ich für des Himmels Ohr, die send ich täglich früh und spät empor: Zum ersten, daß der Liebe reiner Born mir nicht versieg’ in Ungeduld und Zorn;