O Erde, Land der Träume, O Erde, Land des Trugs, Willst in die hellern Räume Die Flügel meines Flugs Mir dunkeln stets und kürzen? In deines Jammers Staub Mich elend niederstürzen In Jagd nach schlechtem Raub?
Und die Sonne machte den weiten Ritt Um die Welt, Und die Sternlein sprachen: „Wir reisen mit Um die Welt“; Und die Sonne, sie schalt sie: „Ihr bleibt zu Haus! Den ich brenn euch die goldnen Äuglein aus Bei dem feurigen Ritt um die Welt.“
Von kahlem Strauch umrahmt ein weißes Haus, An dessen First der laue Föhnwind wirbt. Ein Fenster, offen in der Abendstunde. Ein blasses Mädchen lehnt sich weit hinaus,
Ich weiß, an wen ich glaube,Und mein Erlöser lebt,Der, wird der Leib zu Staube,Den Geist zu sich erhebt. Ich weiß, an wen ich hange,Wenn alles wankt und weinst,Der, wird dem Herzen bange,Die Rettungshand mir reicht. Ich weiß, wem ich vertraue,Und, wenn dies Auge bricht,Dass ich ihn ewig schaue,Ihn selbst, von Angesicht. Er trocknet alle TränenSo
Ehre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren,Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erkoren!Lasset uns sein,Seiner Erbarmung uns freu n!Ist er nicht uns auch geboren? Dunkel bedecket den Erdenkreis; in Finsternis irrtenVölker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten.Jesus erschien;Nächte verschwanden durch ihn,Die auch den Weisen verwirrten. Menschen, berufen, sich untereinander zu
Unendlicher! wer zählt die ReihnDer Schaaren, die sich deiner freun,Hinauf zu dir, dem Vater sehn,Aus allen Welten zu dir flehn? Unzählbar ist der Seelen Schaar,Die einst an Staub gefesselt war,Die, nun entfesselt, unsre WeltNicht mehr in ihren Schranken hält. Unzählbar ist der Seelen Schaar,Die unbegreiflich wunderbarDu noch zur Erde senden wirstUnd durch den Tod zum
Es zittert fern am Horizont ein schwacher Glanz; Der Wind erhebt sich und erfrischt mit eis’gem Wehen Das Laub der Wälder und das Blühn des Wiesenlands; Des Frührots kalter Gruss lässt alles neu erstehen.