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Sprüche, Gedichte, Zitate

Wir Heiligen Drei König‘

Wir Heiligen Drei‘ König‘, wir kommen von fern,wir suchen den Heiland, den göttlichen Herrn.Da stehet vor uns ein hell leuchtender Stern,er winkt uns gar freundlich, wir folgen ihm gern. Er führt uns vorüber vorm Herodes sei’m Haus,da schaut der falsch‘ König beim Fenster heraus.Er winkt uns so freundlich: O kommt doch herein,ich will euch aufwarten

Die Könige (Gedicht von Peter Cornelius)

Drei Könige wandern aus Morgenland,ein Sternlein führt sie zum Jordanstrand,in Juda fragen und forschen die drei,wo der neugeborne König sei.Sie wollen Weihrauch, Myrrhen und Goldzum Opfer weihen dem Kindlein hold. Und hell erglänzet des Sternes Schein,zum Stalle gehen die Könige ein,das Knäblein schauen sie wonniglich,anbetend neigen die Könige sich,sie bringen Weihrauch, Myrrhen und Goldzum Opfer

Weihnachtsidylle (Weihnachtsgedicht von Bruno Wille)

Aus Rauhreif ragt ein Gartenhaus,Das schaut so schmuck, so sonnig aus. An blanken Giebel schmiegt sich holdDer Wintersonne Abendgold. Eiszapfen, Scheiben in rotem Glanz,Die Fenster umrahmt von Waldmooskranz. Blattgrün, Gelbkrokus, ein rosiger BubeLächeln aus frühlingswarmer Stube. Kanarienvogel schmettert so hell,Kinderlachen und Hundegebell. Klein Hansemann und Ami spielenWolfsjagd, sie balgen sich auf den Dielen. Die Mutter

Weihnachten bei den Großeltern (Gedicht von Jakob Loewenberg)

Heut Abend, als wir zu euch gingen,da war in der Luft ein leises Klingen,da war ein Rauschen, man wusst’ nicht woher,als ob man in einem Tannenwald wär,da huschte vorüber und ging nicht ausein heimliches Leuchten von Haus zu Haus. Der Mond kam über die Dächer gesprungen:„Wohin noch so spät, ihr kleinen Jungen?Ihr müsst ja zu

Am Weihnachtstag (Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff)

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen,der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;den Vorhang lüftet er, nachstarrend langedem Stern, der gleitet über Äthers Wange,wie Freudenzähre, die der Himmel weint. Und fern vom Zelte über einem Stalle,da ist’s, als ob aufs nied’re Dach er falle;in tausend Radien sein Licht er gießt.Ein Meteor,

Bethlehem – Krippengedicht (Richard Zoozmann)

Aus voller Silberschalegießt fahles Licht der Mond.Mit blendend hellem Strahleein Stern am Himmel thront. Eine ärmliche Bauernhütteverklärt er mit feurigem Lohn,drin ruht auf weicher SchütteMaria mit dem Sohn. Aus fernen Morgenlandeauf sterngewiesenem Pfad,im schimmernden Prachtgewandesind die drei Könige genaht. Sie knieten anbetend vorm Knabenund küssten ihm Stirn und Haarund brachten kostbare Gaben:Gold, Weihrauch und Myrrhen

Weihnachtsschnee (Gedicht, Weihnachtsgedicht von Paula Dehmel)

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,Es riecht nach Weihnachtstorten;Knecht Ruprecht steht am HimmelsherdUnd bäckt die feinsten Sorten. Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,Sonst nehmt den Operngucker:Die große Himmelsbüchse, seht,Tut Ruprecht ganz voll Zucker. Er streut – die Kuchen sind schon voll –Er streut – na, das wird munter:Er schüttelt die Büchse und streut und streutDen

Der Weihnachtsaufzug (Robert Reinick)

Bald kommt die liebe Weihnachtszeit,worauf die ganze Welt sich freut;das Land, so weit man sehen kann,sein Winterkleid hat angetan.Schlaf überall; es hat die Nachtdie laute Welt zur Ruh gebracht –kein Sternenlicht, kein grünes Reis,der Himmel schwarz, die Erde weiß. Da blinkt von fern ein heller Schein –was mag das für ein Schimmer sein?Weit übers Feld

Knecht Ruprecht, du trägst huckepack auf deinem Rücken einen Sack. Sag, sind darin auch Pfefferkuchen? Die möchte ich schrecklich gern versuchen!

Knecht Ruprecht, du trägst huckepackauf deinem Rücken einen Sack.Sag, sind darin auch Pfefferkuchen?Die möchte ich schrecklich gern versuchen!

Gerüchte vom Weihnachtsmann (Wolfgang Lörzer)

Habt ihr gehört? Der Weihnachtsmannhat sich ’nen Bruch gehoben.Und wie man weiter hören kann,wird wohl das Fest verschoben. Da gibt es auch noch das Gerücht,er hätt‘ ’ne Depression.Er liegt im Bett, man glaubt es nicht,und schickt wohl seinen Sohn. Was ich da hör‘ vom Weihnachtsmann,das hat mich sehr geschockt.Wir haben seit ich denken kannihm zu

Süßer die Glocken nie klingen… (Friedrich Wilhelm Kritzinger)

Süßer die Glocken nie klingenAls zu der Weihnachtszeit:‚S ist, als ob Engelein singenWieder von Frieden und Freud‘.Wie sie gesungen in seliger Nacht,Wie sie gesungen in seliger Nacht,Glocken, mit heiligem KlangKlingen die Erde entlang! O, wenn die Glocken erklingen,Schnell sie das Christkindlein hört.Tut sich vom Himmel dann schwingenEilet hernieder zur Erd‘.Segnet den Vater, die Mutter, das

Kommet, ihr Hirten (Karl Riedel)

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau’n!Kommet, das liebliche Kindlein zu schau’n!Christus, der Herr, ist heute geboren,den Gott zum Heiland euch hat erkoren.Fürchtet euch nicht! Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,was uns verheißen der himmlische SchallWas wir dort finden, lasset uns künden,lasset uns preisen mit frommen Weisen,Hallelujah! Wahrlich, die Engel verkünden heutBethlehems Hirtenvolk gar große