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Sprüche, Gedichte, Zitate

Stimmungsbild

Es dehnet weit sich eine sand’ge Brache, Nur dürft’ge Halme zittern stoßweis‘ vor dem Wind, Nur selten schwillt zu einem kleinen Bache Der Wasserstreif, der sickernd über Kiesel rinnt,

Mandoline

Sie, die klimpern auf den Saiten, Und die Schönen, welche lauschen, Tauschen matte Höflichkeiten, Wo die grünen Zweige rauschen.

Sonntagmorgen – Gedicht von Karl von Gerok

Herz, mein Herz, welch sanfte LustHegst du heut in stiller Brust?Aug, mein Aug, welch‘ mildes GlückStrahlet dein verklärter Blick. Ists das holde Himmelsblau?Ists die bunte Blumenau?Ists der Vögel Morgenpsalm?Ists der Tau auf Gras und Halm? – Schön ist meines Gottes Welt,Blumenflur und Himmelszelt,Süß das Wehn der Morgenluft,Rosenglanz und Nelkenduft. Aber was mich fröhlich macht,heut ists

Wulfhild und Waldtraut

Die schlanke Bode fließt im Thale Um manchen Berg und Felsenhang, Macht her und hin manch liebe Male Umweg und krummen Wiedergang.

Wunsch und Erfüllung

Kann ich nur dichten! – bleibt mir Freiheit nur Tagtäglich meinen Schritt in die Natur Nach Herzenslust zu richten; Kann ich nur lagern mich auf luft’gen Höhn, Am Leben mich des reichen Tals zu weiden, Mich an belebten Strömen nur ergehn, So werd‘ ich keinem seinen Stand beneiden.