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Sprüche, Gedichte, Zitate

Abseits | Gedicht von Heinrich Seidel

Des Krieges Woge warf ihn aus,Todtwund und fern vom Vaterhaus,Und eh sein Name ward Jemand kund,Verschloss ihm der Tod für ewig den Mund. Auf seiner durchschossenen Brust man fandEine Locke grau mit verblichenem Band,Darauf eine Inschrift zeigte sich:„Mein lieber Sohn, ich bete für dich!“ Ein Jüngling schön mit lockigem Haar –Man legte ihn auf die

Gleich

Der Kaiser, hungert ihn, fühlt wie der Bauer Und geht zu Tisch und speist. Im Regenschauer Wird die Prinzessin naß wie der Lakai, Und kalt macht kalt, es sei auch wen es sei.

Vor Weihnacht – Weihnachtsgedicht / Gedicht von Karl Gerok

Die Kindlein sitzen im Zimmer– Weihnachten ist nicht mehr weit –bei traulichem Lampenschimmerund jubeln: „Es schneit, es schneit!“ Das leichte Flockengewimmel,es schwebt durch die dämmernde Nachtherunter vom hohen Himmelvorüber am Fenster so sacht. Und wo ein Flöckchen im Tanzeden Scheiben vorüberschweift,da flimmert’s in silbernem Glanze,vom Lichte der Lampe bestreift. Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,sie drängen

Das Leben

Schwestern, Brüder, laßt uns leben, Leben ist gar hohes Gut, Machet stark die freie Seele, Frischet auf den Lebensmut!