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Sprüche, Gedichte, Zitate

Das blinde Kind

Es sitzt das Mädchen trüb im Leid, Es tastet an dem Schmuck die Hand, Sie streift das lichte Feierkleid, Des Farbenschein ihr unbekannt; Des Lichtes Quell ist ihr verstopft, Ihr Aug‘ kennt keiner Farbe Wahl, Es kennt nur Lust, die leise tropft, Kennt nur des Schmerzes wilden Schwall.

Tristan und Isolde

Doch während er und sein Geleit Sich fertig machten und bereit, Braute Frau Isot indes In einem kleinen Glasgefäß Einen Trank der Minne, Den sie mit weisem Sinne, Mit feiner Wissenschaft erdacht, Und dann mit Zauberkunst vollbracht.

Begegnung

Wie schön sie war! Die bräunlich blonden Flechten Bedeckt vom Strohhut mit dem breiten Rand, Ging sie allein. – Doch nein! zu ihrer Rechten Ging Unschuld, wie ein Kind sie leitend an der Hand.