Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,Es riecht nach Weihnachtstorten;Knecht Ruprecht steht am HimmelsherdUnd bäckt die feinsten Sorten. Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,Sonst nehmt den Operngucker:Die große Himmelsbüchse, seht,Tut Ruprecht ganz voll Zucker. Er streut – die Kuchen sind schon voll –Er streut – na, das wird munter:Er schüttelt die Büchse und streut und streutDen
Draußen weht es bitterkalt,wer kommt da durch den Winterwald?Stipp – stapp, stipp – stapp und huckepack –Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.Was ist denn in dem Sack drin? Äpfel, Mandeln und Rosin‘und schöne Zuckerrosen,auch Pfeffernüss‘ fürs gute Kind;die andern, die nicht artig sind,die klopft er auf die Hosen. Martin Boelitz (1874-1918)
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,Aber als Knecht Ruprecht schonKommt der Winter hergeschritten,Und alsbald aus Schnees MittenKlingt des Schlittenglöckleins Ton. Und was jüngst noch, fern und nah,Bunt auf uns herniedersah,Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,Und das Jahr geht auf die Neige,Und das schönste Fest ist da. Tag du der Geburt des Herrn,Heute bist du uns noch