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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Kampf mit dem Drachen

Was rennt das Volk, was wälzt sich dort Die langen Gassen brausend fort? Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen? Es rottet sich im Sturm zusammen, Und einen Ritter, hoch zu Roß, Gewahr ich aus dem Menschentroß, Und hinter ihm, welch Abenteuer! Bringt man geschleppt ein Ungeheuer, Ein Drache scheint es von Gestalt, Mit weitem Krokodilesrachen, Und

Und sie bewegt sich doch!

O du Jahrhundert neuer Bahnen In freien Reich der Wissenschaft, Das sich aus dunklem Glaubensahnen Zu schönerm Lichte aufgerafft! – Von Stufe schwingst du dich zu Stufe Und rastlos strebst du höher noch – Du wähltest dir zum Flammenrufe Das Wort: „Und sie bewegt sich doch!“

Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst ihm von jenem Frieden, Den nur die Heimat gibt! Auch mich umklangst du lockend Im wüsten Lebensbraus; Und, das Verheißne suchend, Kehrt‘ ich in’s Vaterhaus.

Einem Brautpaare

„Ich bin das Glück!“ – so trat’st in duft’gem Schleier Du sinnig grüßend jüngst in Freundeshaus – „Ich bin das Glück“ – sprachst du – „und bring‘ zur Feier Dir meiner Freuden reichsten Blütenstrauß!“

Der Freudenklang

Durch Deutschland flog ein heller Klang Vom Süden bis zum Norden, Ein Ehrenklang, ein Freiheitsklang Ist laut geklungen worden: Der Wütrich ist gefallen, Durch Gott den Herrn gefallen, Mit seinen Henkerhorden.

Es war einmal die Liebe

Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn.