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Sprüche, Gedichte, Zitate

Glaube und Wissen

Glaube und Wissen sind nicht streng zu trennen. Man glaubt an sein Wissen. Wissen ist sprachlich fixierter Glaube. Oswald Spengler

Das war die Zeit

Du willst’s, so sei der Schwur erneuert, Vergessen sei, was uns entzweit, Zu höchst und aber höchst beteuert Sei unsrer Liebe Innigkeit! Doch was vom sichern Port gesteuert Uns einst in hohe See voll Leid, – Das war die Zeit, mein Kind, die Zeit!

Nicht in der Weite

Herz, mein Herz, nicht in der Weite, In der Nähe wohnt das Glück; Glaube, liebe, hoffe, leide, Und kehr‘ in dich selbst zurück.

Du hast mich je und je geliebt

In dir, mein Vater, ruht mein Leben, Von Ewigkeit bist du mein Gott; Der Glaube lässt mich nicht erbeben Und macht die Sorge mir zu Spott; Ob jeder andre Trost mir fehle Und mich die tiefste Nacht umgibt, Es tönt das Wort durch meine Seele: Du hast mich je und je geliebt.

Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Ludwig Anzengruber

Ob hoch, ob nieder wir geboren,So wie uns antritt das Geschick,So geht der frohe Kindesblick,Das Kinderherz geht uns verloren. Wir fühlen mählich uns verhärten‚gen alter Sagen Trost und Lust,Die uns des Lebens wirren WustZur heil’gen Einheit einst verklärten. Zerstoben bis auf wen’ge ResteIst der Erinnerung Gewalt,Abwägend stehen wir und kaltSelbst vor des Jahres schönstem Feste.