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Sprüche, Gedichte, Zitate

Erwartung der Weihnacht – Gedicht von Otto Ernst

Noch eine Nacht und aus den LüftenHerniederströmt das goldne LichtDer wundersamen Weihnachtsfreude,Verklärend jedes Ungesicht.Und wieder klingt die alte Sage:Wie einst die Lieb´ geboren ward,Die unbegrenzte MenschenliebeIn einem Kindlein hold und zart. Nun zieht ein süß erschauernd AhnenDurch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.Nun deckt geheimnisvoll ein SchleierDes trauten Heimes kleine Welt.Dahinter strahlt´s und lacht´s und

An den Mond

Längst, du freundliches Nachtgestirn, Ist dein Geheimnis verweht. Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon Zu dir empor, Denn verfallen bist du, wie alles jetzt, Der Wissenschaft, Die deine Höhen und Tiefen mißt – Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter Der Hypothesen.