Spruechetante.de

Sprüche, Gedichte, Zitate

De Wihnachtsmann – plattdeutsches Weihnachtsgedicht

Du Mudder,“ frogt de lütt Johann,wann kummt he denn de Wihnachtsmann?Mi dücht, ick hebb sien Peerd jüst hört.Wat he nu wohl den Hoff ropföhrt?Kann he den Weg ok weller finn‘?Sühnt de den Ring ton Peerd anbind’n?“ „ck weet nich rech,“ seggt nu sien Mudder,för’t Peerd bruukt he wohl eerstmol Futter.Ick glöv he geiht eers‘ rop’e

Wenn in den ersten blauen Abendtraum … – Gedicht von Ernst Goll

Wenn in den ersten blauen AbendtraumMit süßem Klang die Feierglocken läuten,Entzünden wir an unserm WeihnachtsbaumDie hundert Lichter, die das Glück bedeuten. Doch einer Kerze andachtvolles LichtLass uns den Göttern weihen und vertrauen,Das sie aus ihrer sel´gen Höhe nichtMit Neid auf diese milde Stunde schauen. Dann sehn wir schweigend in den hellen GlanzUnd wagen nicht, die

Der Adventskranz – schönes Adventsgedicht

Nun kommt das Christkind aber bald,wir holen Tannen aus dem Wald,für einen Kranz so rund und fein,darauf brennen vier rote Kerzelein. Heute zünden wir die erste an,am Sonntag ist die zweite dran,bei der dritten da leuchtet schon das ganze Gesicht,weil es überall nach Weihnachten riecht. Und wenn die vierte angemacht,dann läuten die Glocken zur heiligen

Am Sonntage nach Weihnachten – Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff

»Das Kind aber wuchs heran und wardgestärket, voll der Weisheit, und GottesGnade war mit ihm«An Jahren reif und an GeschickeBlieb ich ein Kind vor Gottes Augen,Ein schlimmes Kind voll schwacher Tücke,Die selber mir zu schaden taugen.Nicht hat Erfahrung mich bereichert;Wüst ist mein Kopf, der Busen leer;Ach keine Frucht hab‘ ich gespeichertUnd schau auch keine Saaten

Erwartung der Weihnacht – Gedicht von Otto Ernst

Noch eine Nacht und aus den LüftenHerniederströmt das goldne LichtDer wundersamen Weihnachtsfreude,Verklärend jedes Ungesicht.Und wieder klingt die alte Sage:Wie einst die Lieb´ geboren ward,Die unbegrenzte MenschenliebeIn einem Kindlein hold und zart. Nun zieht ein süß erschauernd AhnenDurch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.Nun deckt geheimnisvoll ein SchleierDes trauten Heimes kleine Welt.Dahinter strahlt´s und lacht´s und