Ich sah des Sommers letzte Rose stehn, Sie war, als ob sie bluten könnte, rot Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn: So weit im Leben, ist zu nah dem Tod!
An einem Sommermorgen da nimm den Wanderstab, es fallen deine Sorgen wie Nebel von dir ab. Des Himmels heitre Bläue lacht dir ins Herz hinein und schließt, wie Gottes Treue, mit seinem Dach dich ein.
Der Sommer hat alle Welt beglückt Und jedem eine Freude gebracht; Er hat mein liebes Gärtchen geschmückt Noch schöner als ich je gedacht, Mein liebes Gärtchen hinter’m Haus Wo ich so gern geh‘ ein und aus.
Die Sonne scheint, der Sommer ist nah; nun sind auch wir Störche wieder da. Wir haben im fernen Land unterdessen nicht unser liebes Nest vergessen. Da stehts noch; nun wollen wirs putzen und hüten, und still drin wohnen und fröhlich brüten.