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Sprüche, Gedichte, Zitate

Traum durch die Dämmerung

Weite Wiesen im Dämmergrau; die Sonne verglomm, die Sterne ziehn, nun geh‘ ich hin zu der schönsten Frau, weit über Wiesen im Dämmergrau, tief in den Busch von Jasmin. Durch Dämmergrau in der Liebe Land; ich gehe nicht schnell, ich eile nicht; mich zieht ein weiches samtenes Band durch Dämmergrau in der Liebe Land, in

Faunsflötenlied

Ich glaube an den großen Pan, den heiter heiligen Werdegeist; sein Herzschlag ist der Weltentakt, in dem die Sonnenfülle kreist. Er wird und stirbt und stirbt und wird, kein Ende und kein Anbeginn. Sing, Flöte, dein Gebet der Lust! Das ist des Lebens heiliger Sinn. Otto Bierbaum

Eisblumen zu Weihnachten – Gedicht von Otto Julius Bierbaum

Das unfruchtbare Eis, kalt, panzerglatt,Verhärtet Leben, das dem Tode dient,Der sich, der Farblose, mit ihm umschient –Das Eis, das keine Seele hat,Das unbewegte, allen Lebens Bann: Das starre Eis selbst ist nicht tot.In ihm auch wirkt gestaltendes Gebot,Der Schönheit Triebkraft ward auch ihm:Es setzt geheimnisvolle Blüten an,Und Schwingenrispen, wie dem SeraphimGefiederüppig sie aus Schulternrund,Gekraust, geschwungen,