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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Adventskranz – schönes Adventsgedicht

Nun kommt das Christkind aber bald,wir holen Tannen aus dem Wald,für einen Kranz so rund und fein,darauf brennen vier rote Kerzelein. Heute zünden wir die erste an,am Sonntag ist die zweite dran,bei der dritten da leuchtet schon das ganze Gesicht,weil es überall nach Weihnachten riecht. Und wenn die vierte angemacht,dann läuten die Glocken zur heiligen

Am Sonntage nach Weihnachten – Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff

»Das Kind aber wuchs heran und wardgestärket, voll der Weisheit, und GottesGnade war mit ihm«An Jahren reif und an GeschickeBlieb ich ein Kind vor Gottes Augen,Ein schlimmes Kind voll schwacher Tücke,Die selber mir zu schaden taugen.Nicht hat Erfahrung mich bereichert;Wüst ist mein Kopf, der Busen leer;Ach keine Frucht hab‘ ich gespeichertUnd schau auch keine Saaten

Erwartung der Weihnacht – Gedicht von Otto Ernst

Noch eine Nacht und aus den LüftenHerniederströmt das goldne LichtDer wundersamen Weihnachtsfreude,Verklärend jedes Ungesicht.Und wieder klingt die alte Sage:Wie einst die Lieb´ geboren ward,Die unbegrenzte MenschenliebeIn einem Kindlein hold und zart. Nun zieht ein süß erschauernd AhnenDurch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.Nun deckt geheimnisvoll ein SchleierDes trauten Heimes kleine Welt.Dahinter strahlt´s und lacht´s und

Tell

Er hat sein letztes Wort gesprochen, Zu Fall ist der Tyrann gebracht, Und was ein Apfel einst verbrochen, Hat nun ein Apfel gutgemacht. Doch deines Kindes Blut vergossen?? Ei, Tell, ich hätte nicht geschossen!

Neujahr – Gedicht / Neujahrsgedicht von Georg Herwegh

Herr, o Herr, soll größer nochDeine Kette werden?Reicht sie von dem Himmel dochLängst herab zur Erden!Wieder, weil ein Jahr verging,Sprudelt man Sonette,Singt von einem neuen RingAn der alten Kette. Kette, o du klirrend Bild,Schreckwort aller Zungen,Welch ein Gott hat grausam wildDich ums All geschlungen?Daß er seine Sterne wohlVor dem Falle rette,Muß der Ewigkeit SymbolBleiben eine

Abschied vom Walde

Wie liegst du fromm gebreitet, Du lichter grüner Wald! Im Gras ein Rehlein weidet, Der Schlag der Amsel hallt. Wie oft hab` ich geschwärmet In dir, du duft`ger Tann, Und wenn ich mich gehärmet, Du warst nicht schuld daran.