Der Kaiser, hungert ihn, fühlt wie der Bauer Und geht zu Tisch und speist. Im Regenschauer Wird die Prinzessin naß wie der Lakai, Und kalt macht kalt, es sei auch wen es sei.
Dir flüsterts leise – Nachtigall! dir allein, Dir, süße Tränenweckerin! sagt es nur Die Saite. – Stellas wehmutsvoller Seufzer – er raubte mein Herz – dein Kehlchen –
Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen; und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf, was man mit bittern Tränen fallen ließ. Friedrich Hebbel
Fest gemauert in der Erden Steht die Form aus Lehm gebrannt. Heute muß die Glocke werden! Frisch, Gesellen, seid zur Hand! Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben! Doch der Segen kommt von oben.
Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn.
Komm heraus, komm heraus, o du schöne, schöne Braut, Deine guten Tage sind nun alle, alle aus. Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer, Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr! Mußt die Mägdlein lassen stehn, Mußt nun zu den Frauen gehn.