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Sprüche, Gedichte, Zitate

Erwartung der Weihnacht – Gedicht von Otto Ernst

Noch eine Nacht und aus den LüftenHerniederströmt das goldne LichtDer wundersamen Weihnachtsfreude,Verklärend jedes Ungesicht.Und wieder klingt die alte Sage:Wie einst die Lieb´ geboren ward,Die unbegrenzte MenschenliebeIn einem Kindlein hold und zart. Nun zieht ein süß erschauernd AhnenDurch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.Nun deckt geheimnisvoll ein SchleierDes trauten Heimes kleine Welt.Dahinter strahlt´s und lacht´s und

Seltsames Tier der Mensch! und Weiber gar!

Seltsames Tier der Mensch! und Weiber gar! Ihr Kopf, ihr Herz, was für ein Labyrinth! Was für ein Strudel, tief und voll Gefahr! Vermählt, verwitwet, ledig, immer sind Sie rastlos wie der Wind und wandelbar. Man glaubt man kenne sie, und dann beginnt Die Sache oft recht rätselhaft zu werden; Das ist uralt und immer