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Sprüche, Gedichte, Zitate

Laterne! Laterne! (v. Jakob Loewenberg)

Noch einmal glänzt wie Goldgeschmeide die Flut des Stromes leuchtend auf, da steigt in leichtem Nebelkleide der Sommerabend still herauf. Und wie er durch die Gassen schreitet, aufatmend jede Brust sich weitet. Es ist, als klan‘ ein Friedeswort, und Lärm und Unrast fliehen fort.

Morgen

Lichter und Schatten im Wechseltanz gaukeln über die goldenen Ähren. Roter Mohn in leuchtendem Glanz träumt von wundersamen Mären.

Das Tannenbäumchen – Gedicht von Jakob Loewenberg

Im Wald, unter hohen Buchen versteckt,hat sich ein Tannenbäumchen gereckt.„Ich steh so ganz im Dunkel hier,keine Sonne, kein Sternlein kommt zu mir,hört nur die anderen davon sagen,ich darf mich nicht vom Platze wagen.Ach, ist das eine traurige Geschicht‘,und ständ so gern auch mal im Licht!“ Hoch durch den weiten Weltenraumverloren flog ein goldner Traum,flog hin

Weihnachten bei den Großeltern (Gedicht von Jakob Loewenberg)

Heut Abend, als wir zu euch gingen,da war in der Luft ein leises Klingen,da war ein Rauschen, man wusst’ nicht woher,als ob man in einem Tannenwald wär,da huschte vorüber und ging nicht ausein heimliches Leuchten von Haus zu Haus. Der Mond kam über die Dächer gesprungen:„Wohin noch so spät, ihr kleinen Jungen?Ihr müsst ja zu