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Sprüche, Gedichte, Zitate

Vergessen sah im Buch ich liegen … (Gedicht von Alexander Sergejewitsch Puschkin, (1799 – 1837))

Vergessen sah im Buch ich liegenEin Blümchen, das den Duft verlor;Und seltsame Gedanken stiegenIn meiner Seele da empor: Wo blühte es? in welchem Jahre?Wie lange? und wer pflückt‘ es ab?Stak einem Mädchen es im Haare?Warum fand es im Buch sein Grab? Erinnerung an ein Wiedersehen,An eines Abschieds Schmerzgewalt,An einsames SpaziergehenIm stillen Feld, im dunklen Wald?

Schneeglöckchen (Joseph Freiherr von Eichendorff)

S‘ war doch wie ein leises Singen in dem Garten heute Nacht, wie wenn laue Lüfte gingen: „Süße Glöcklein, nun erwacht, denn die warme Zeit wir bringen, eh’s noch jemand hat gedacht.“ – s‘ war kein Singen, s‘ war ein Küssen, rührt die stillen Glöcklein sacht, dass sie alle tönen müssen von der künft’gen bunten