Oft seh‘ ich vor mir deine blauen Augen Und täusche mich, vergessend daß du ferne. Ich möchte Huld aus deinen Blicken saugen, Versinke träumend in die dunkeln Sterne,
Ei, du liebe, liebe Zeit, ei, wie hat´s geschneit, geschneit! Rings herum, wie ich mich dreh´ , nichts als Schnee und lauter Schnee. Wald und Wiesen, Hof und Hecken, alles steckt in weißen Decken.
Krank, matt, gebückt, sah ich den Alten schleichen, Den Blinden muß die Hand des Mitleids führen. Weh! die der Augen süßes Licht verlieren; Das könnte wohl den härt’sten Sinn erweichen!
Die Sonne hat uns gute Nacht gegeben; Die Schafe ziehen heim in’s stille Haus, Kein Vogel mag den Flügel mehr erheben, Sie schlafen alle, und ihr Lied ist aus. Nun leg‘ auch ich mich hin zur Ruh‘ Und schließ‘ die müden Augen zu.
Wieder die ersten sonnigen Hauche, Lockend hinaus vor die düstere Stadt; Wieder am zitternden, treibenden Strauche Die ersten Knospen, das erste Blatt.