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Sprüche, Gedichte, Zitate

Sonntagmorgen – Gedicht von Karl von Gerok

Herz, mein Herz, welch sanfte LustHegst du heut in stiller Brust?Aug, mein Aug, welch‘ mildes GlückStrahlet dein verklärter Blick. Ists das holde Himmelsblau?Ists die bunte Blumenau?Ists der Vögel Morgenpsalm?Ists der Tau auf Gras und Halm? – Schön ist meines Gottes Welt,Blumenflur und Himmelszelt,Süß das Wehn der Morgenluft,Rosenglanz und Nelkenduft. Aber was mich fröhlich macht,heut ists

Abschied von der Klosterkammer

Leb wohl, du stille klösterliche Kammer, Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer, Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß, Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.

Der stille Garten

Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.

Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin

Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er dir verschweigt. Khalil Gibran