Spruechetante.de

Sprüche, Gedichte, Zitate

Ode | Gedicht von Heinrich Wilhelm von Gerstenberg

Ich fühls, es kämpfen in mir die schon verwandelten Glieder!Ich fühls, der Mensch hört auf in mir!Da schwimm ich durch Wolken dahin mit neuerschaffnem Gefieder,Zu stolz vor niedrigerm Revier!Ich eil im unbeflogne Höhen!Kaum kann mich Hammons Adler sehen! Itzt werd ich, schnell wie der Ost, die Getulischen Syrten erfliegen,Und itzt des Bosphors engen Strand!Seh itzt

Liebe und Gegen-Liebe

Worzu dient so süsses Blicken/ Wenn du bist in nichts verliebt? Ists/ daß unser Seufftzer-schicken Cloris dir Vergnügen giebt? Zwar offt heist das Hertze geben Sich begeben seiner Ruh/ Doch wer immer frey will leben/ Bringt sein Leben übel zu.

Ein Mann, der liebt

Ein Mann, der liebt, vergisst sich selbst. Eine Frau, die liebt, vergisst die andern Frauen. Daphne du Maurier englische Schriftstellerin (1907 – 1989)

Höchste Süße

Hochgepriesen ist des Honigs Süße, Köstlich labt der vollen Kirsche Saft; Traubenkühlung, wenn ich dich genieße, Füllt sich Geist und Herz mit neuer Kraft. Wer von Lebensängsten will gesunden, Spüle sie hinweg mit kühlem Wein! Bessre Labe will noch erst erfunden, Süßere noch erst ersonnen sein.