Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate

     
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Kategorie: Wilhelm Müller


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Die Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff’ den armen Flüchtling aus.
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Die böse Farbe

Ich möchte ziehn in die Welt hinaus,
Hinaus in die weite Welt,
Wenn’s nur so grün, so grün nicht wär
Da draußen in Wald und Feld!
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Der stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid!
Die Wolkenfetzen flattern
Umher in mattem Streit.
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Frühlingseinzug

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Der alte Winter will heraus,
Er trippelt ängstlich durch das Haus,
Er windet bang sich in der Brust,
Und kramt zusammen seinen Wust
Geschwinde, geschwinde.
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Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
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Der Dichter, als Epilog

Weil gern man schließt mit einer runden Zahl,
Tret ich noch einmal in den vollen Saal,
Als letztes, fünfundzwanzigstes Gedicht,
Als Epilog, der gern das Klügste spricht.
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Kinderfrühling

Wollt euch nicht so schnell belauben,
Wälder, und mir wieder rauben
Diesen lieben Sonnenschein,
Den so lang ich mußte missen,
Bis die Schleier er zerrissen,
Die den Himmel hüllten ein.
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Das Brautkleid

Die Flur hat angezogen
Ein grünes seidenes Kleid,
Die leichten schillernden Falten
Umfliegen sie weit und breit.
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Setz einen Frosch

Setz einen Frosch auf einen weißen Stuhl,
er hüpft doch wieder in den schwarzen Pfuhl.

Wilhelm Müller

Der Garten des Herzens

In meines Herzens Mitte blüht ein Gärtchen,
verschlossen ist es durch ein kleines Pförtchen,
zu dem den Schlüssel führt mein liebes Mädchen,
mein Mädchen, mein Mädchen.
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Mit dem grünen Lautenbande

»Schad um das schöne grüne Band,
Daß es verbleicht hier an der Wand,
Ich hab das Grün so gern!«
So sprachst du, Liebchen, heut zu mir;
Gleich knüpf ich’s ab und send es dir:
Nun hab das Grüne gern!
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Sollst nicht murren

Sollst nicht murren,
sollst nicht schelten,
wenn die Sommerzeit vergeht,
denn es ist das Los der Welten,
alles kommt und alles geht

Wilhelm Müller

Der Neugierige

Ich frage keine Blume,
Ich frage keinen Stern,
Sie können mir nicht sagen,
Was ich erführ so gern.
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Am Feierabend

Hätt ich tausend
Arme zu rühren!
Könnt ich brausend
Die Räder führen!
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Wanderschaft

Das Wandern ist des Müllers Lust,
Das Wandern!
Das muß ein schlechter Müller sein,
Dem niemals fiel das Wandern ein,
Das Wandern.
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