Bei Empfang eines Rosenstraußes
Einsam, in meines Dichterstübchens Wänden,
Saß ich beim trauten Abenddämmerschein;
Da trat ein Büblein schüchtern zu mir ein
Und spricht mit einem Strauße in den Händen:
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Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Einsam, in meines Dichterstübchens Wänden,
Saß ich beim trauten Abenddämmerschein;
Da trat ein Büblein schüchtern zu mir ein
Und spricht mit einem Strauße in den Händen:
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Du rote Rose, wie lieb’ ich dich!
Nicht bloß ob deiner Schönheit Prangen,
Auch deines Duftes freu’ ich mich;
Und küß’ ich dich, so denke ich
An meiner Kinder rote Wangen.
Johann Meyer
Da ließ der Lenz sich leis’ hernieder
Beim Festgesang der Nachtigall.
Und als er kam, erwachten wieder
Die kleinen Blumen überall.
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Du gleichest einer Rose,
Vom Frühlingskuß erwacht,
Der aus dem dunklen Schoße
Des Kelches die Freude lacht.
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An des Beetes Umbuschung
brach sie Rosen zum Kranz,
feurig prangte die Mischung
rings im tauigen Glanz.
Ros’ auf Ros’ in das Körbchen sank,
purpurrot und wie Silber blank.
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Diese Rose von Küssen schwer,
sieh, das ist unsre Liebe.
unsre Hände reichen sie hin und her,
unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr
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Die Distel sprach zur Rose:
Was bist du nicht ein Distelstrauch?
Dann wärst du doch was nütze,
Dann fräßen die Esel auch!
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Ich habe eine Nachbarin
Mit guter Zung’ und bösem Sinn.
Sie keift den ganzen Tag im Haus,
Zankt sich herum mit Mann und Maus.
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Auf dem weißen See
schwimmt eine rote Rose.
Willst du die
schwarzen Fischchen sprechen,
mußt du die rote Rose brechen.
Friedrich Wilhelm Güll
Heimlich durch´s Fenster kam er geflogen,
Schüchterner Liebe duftiger Gruß-
Sieht sich der hoffende Werber betrogen?
Sinnende Maid, warum zögert Dein Fuß?
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Flammende Rose,
Zierde der Erden,
Glänzender Gärten
Bezaubernde Pracht!
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Du gleichest einer Rose
Die, morgenfrisch erblüht,
Sich birgt im kühlen Moose,
Von holder Scham erglüht.
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Schirmt sacht das Glück, das wir uns geben,
Von Rosen sind wir hold umhaucht;
Die zarten Rosendüfte mischen
weil Sommerwinde uns erfrischen
Sich dem Parfum, das sie gebraucht;
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Du rote Rose auf grüner Heid’,
Wer hieß dich blühn?
Du heißes Herz in tiefem Leid,
Was will dein Glühn?
Es braust der Sturm vom Berg herab,
Dich knickt er um;
Es gräbt die Liebe ein stilles Grab,
Du bist dann stumm.
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Adam
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weisst du, was das bedeutet wohl?
Man schenkt die Rosen nicht allein
Man gibt sich selber mit auch drein!
Meinst du es so? Verstehst du mich?
Meinst du es so, dann Liebste, sprich!
Meinst du es so, dann tröste mich,
Gib mit der Rose mir auch dich!
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