Feine Finger
Feine Finger mußt du haben
Um ein Herz nicht zu zerwühlen,
Finger, die des Mondes Silber
Und den Duft der Rosen fühlen.
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Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Feine Finger mußt du haben
Um ein Herz nicht zu zerwühlen,
Finger, die des Mondes Silber
Und den Duft der Rosen fühlen.
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Die Augen dein, die blauen,
Die sind so licht und hehr,
Als wären’s die hellsten Sterne
Im blauen Himmelsmeer’.
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Liebe
gibt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
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Betrübte Nacht/ in der mich Lieb’ und Schrecken
Ohn Unterlaß von meiner Ruh erwecken/
Wenn kömmt einmahl die angenehme Nacht/
Die meiner Pein ein frölich Ende macht?
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Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.
Friedrich Hebbel
Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
Ganz, wie er moechte, sein?
- In langer Nacht bedacht ich mirs, und musste sagen, nein!
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Sie trug ein Band in Haaren,
Das flatterte durch die Luft,
Am Busen barg sie Rosen,
Die spendeten würzigen Duft.
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Der schönen Pallas Augen waren grau,
Zu klug, wie Byron sagt, blau oder braun zu blicken.
Maria Stuart, sie, die schönste Frau,
Verstand durch solche Augen zu berücken.
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Was zu allem Tun
Mir die Lust verleidet,
Was voll Unmut mich
Hin und wieder treibet,
Ach, ich weiß es nicht!
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Erwacht aus ihren Kinderträumen
Ist Deine Seele über Nacht,
Es blüht in Deines Herzens Räumen
Die Liebe auf mit Wundermacht.
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Ich liebe dich, ich kann nichts dafür,
dass sich mein Herz so sehnt nach dir.
Hörst du es schlagen?
Es schlägt für dich, es will dir sagen, ich liebe dich!
Auf einem Stern so weit und fern,
sitzt ein Engel und hat dich gern.
Träumt von dir und hat dich lieb,
weint, weil er dich so selten sieht!
Bald Frost, bald fröhliche Strahlen,
Bald Blüten im Herzen, in Thalen,
Bald stürmisch und bald still:
Bald heimliches Ringen und Sehnen,
Bald Wolken, Regen und Thränen,
Im ewigen Schwanken und Wähnen,
Wer weiß, was werden will.
Emanuel Geibel
Franz Emanuel August Geibel
(* 17. Oktober 1815 in Lübeck; †6. April 1884)
Der Liebe Macht ist allgemein,
Ihr dient ein jeder Stand auf Erden.
Es kann durch sie ein König klein,
Ein Schäfer groß und edel werden.
Tyrannen raubt sie Stolz und Wut,
Den Helden Lust und Kraft zum Streiten;
Der Feigheit gibt sie starken Mut,
Der Falschheit wahre Zärtlichkeiten.
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Wo liebend sich
zwei Herzen einen,
nur eins zu sein in Freud und Leid,
da muß des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit!
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)