Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate

     
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Kategorie: Johann Meyer


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Auch das kleinste Tier

Auch das kleinste Tier
Hat ein Recht ans Leben,
Das, wie dir und mir,
Ihm zur Lust gegeben;
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Einmal ist keinmal

Einmal ist keinmal, – ich sage nein!
Vor solchem Trost’ nimm dich in acht,
Er schläfert das Gewissen ein,
Wenn du den Anfang schon gemacht.

Johann Meyer

Du rote Rose, wie lieb’ ich dich!

Du rote Rose, wie lieb’ ich dich!
Nicht bloß ob deiner Schönheit Prangen,
Auch deines Duftes freu’ ich mich;
Und küß’ ich dich, so denke ich
An meiner Kinder rote Wangen.

Johann Meyer

Ostern

Kreegst ock din Deel an Sorg un Leid,
Un swunn din Dag’ in Trurigkeit,
Seeg ni so düster, ni so swart.
Dar kummt en Tid, wo’t anners ward!
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In der Neujahrsnacht

Die Fackel sinkt – das Grab ist offen,
Im Tode ringt das alte Jahr;
Ein neues bringt mit neuem Hoffen
Im flücht’gen Tanz der Horen Schar.
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Herzenssprache

Eine Sprache hat das Herz:
Was in tiefer Brust wir tragen,
Liebe, Wehmut, Lust und Schmerz,
Ohne Worte doch zu sagen.
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Min Buerdeern

Heff ick min Buerdeern,
Hört mi de Welt!
Günn di de annern geern,
Nikdom un Geld!
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Schneeglöckchen

Wenn starr im Froste noch ruht der See,
Noch am Fenster die Blumen von Eis,
Dann blüht schon ein Blümchen aus kaltem Schnee,
Grünfarbig und silberweiß.
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Blaue Kränze

Das Saatfeld rauscht, und goldne Ähren schwanken,
Wie übers Meer die grünen Wogen zieh’n.
Wer träumt denn hier, versunken in Gedanken?
Laut klopft das Herz ihm in der Brust, der kranken,
Und Blumen bricht er, die am Rande blüh’n.
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Zwischen heut’ und morgen

Zwischen heut’ und morgen
Oft welche Freud’!
Oft welche Sorgen
Und welch ein Leid!

Johann Meyer

Nein, ich kann es nimmer fassen!

Nein, ich kann es nimmer fassen,
Daß du könntest von mir geh’n!
Wenn mein Herz dich müßte lassen,
Wär’ es um sein Glück gescheh’n!
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Tierquälerei ist wie Verrat

Tierquälerei ist wie Verrat
Am schönsten, was ein Herz mag laben;
Wer mit dem Tier’ kein Mitleid hat,
Wird’s auch nicht mit den Menschen haben.

Johann Meyer

Ständchen aus der Ferne

Schlaf’ süß! – es glüh’n die Sterne,
Und eisig ist die Nacht.
Ich hab’ in weiter Ferne
Noch träumend dein gedacht;
Nun soll auf Geistesschwingen
Zu dir hinüberklingen,
Was mir die Nacht gebracht.
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Dein Auge und mein Herz

Mein Herz ist eine Blume,
Dein Aug’ das ist der Himmel rein;
Im milden Strahl der Sonne
Haucht sie des Daseins Wonne
Aus seiner Tiefe ein.
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Rosenzeit

Da ließ der Lenz sich leis’ hernieder
Beim Festgesang der Nachtigall.
Und als er kam, erwachten wieder
Die kleinen Blumen überall.
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