Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
“Glockenklingen” sich auf
“Lenzes Schwingen” endlich reimt,
und der Osterhase hinten auch schon presst,
dann kommt bald das Osterfest
Joachim Ringelnatz
Es gibt bei Armen und Reichen
So manche Herzen bang und still;
Aus manchem dieser Herzen will
Die Sorge nimmer weichen.
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Ein Kind - von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft - rennt froh durch mein Gemüt.
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So kann es nun nicht weitergehn!
Das, was besteht, muß bleiben.
Wenn wir uns wieder wiedersehn,
Muß irgendetwas geschehn.
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Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
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Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
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Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
die Gaben wiegen,
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Wo man hobelt, fallen Späne.
Leichen schwimmen in der Seine.
An dem Unterleib der Kähne
Sammelt sich ein zäher Dreck.
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Ich habe heut wieder lange gebrütet
Und nach Geburtstagsreimen gehetzt.
Ich habe gediftelt. Ich habe gewütet.
Und zuletzt das ganze Geschreibsel zerfetzt.
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Wo man hobelt, fallen Späne.
Leichen schwimmen in der Seine.
An dem Unterleib der Kähne
Sammelt sich ein zäher Dreck.
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Ein Federchen flog durch das Land;
Ein Nilpferd schlummerte im Sand.
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Wie ich bei dir gelegen
Habe im Bett, weißt du es noch?
Weißt du noch, wie verwegen
Die Luft uns stand? Und wie es roch?
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Die Spinne spinnt in heimlichen Geweben.
Wenn heute Nacht ein Jahr beginnt,
beginnt ein neues Leben.
Joachim Ringelnatz
Ein Rauch verweht,
ein Wasser verrinnt,
eine Zeit vergeht,
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Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.
Joachim Ringelnatz