Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate

     
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Kategorie: Friedrich Wilhelm Weber


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Der Winter ist ein karger Mann

Der Winter ist ein karger Mann,
er hat von Schnee ein Röcklein an;
zwei Schuh von Eis
sind nicht zu heiß;
von rauhem Reif eine Mütze
macht auch nur wenig Hitze.
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Im Walde

Das Fest Mariä Himmelfahrt war heute,
Das Sonnengold lag zitternd auf dem Walde,
Nicht Rad, nicht Beil erklang an stiller Halde,
Nicht Huf und Horn und Bellen wilder Meute.
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Freiheit ist der Zweck des Zwanges

Freiheit ist der Zweck des Zwanges,
Wie man eine Rebe bindet,
Daß sie, statt im Staub zu kriechen,
Froh sich in die Lüfte windet.

Friedrich Wilhelm Weber

Beim Tode meines Bruders

Nun danke Gott, die Fahrt ist aus!
Du kehrtest heim ins Vaterhaus,
froh bist du bei den Deinen, -
und ich muß weinen.
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Wer nicht gelernt in jungen Tagen

Wer nicht gelernt in jungen Tagen,
Zu seinen Wünschen nein zu sagen,
Und seinen Willen stets bejaht:
Der ist sich selbst der schlimmste Feind,
Der fällt sich an mit Wort und Tat
Und bringt sich um, bevor er’s meint.

Friedrich Wilhelm Weber

Beschäftigung ist manchem lieb und wert

Beschäftigung ist manchem lieb und wert,
Gemächlich will er dies und das verrichten;
Das Tasten und das Tappen frommt mitnichten,
Nur saure Arbeit ist´s die ehrt und nährt.

Friedrich Wilhelm Weber

Motto

Wenn alle Menschen wüssten,
Welch große Kraft Dir Gott verliehn,
Die Menschen alle müssten,
Du starke Jungfrau, zu Dir fliehn.
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Willst du mit dir in Frieden leben?

Willst du mit dir in Frieden leben?
Tu, was du sollst, an jedem Tag;
Das, was du mußt, folgt sich nach:
Das Sterben und das Antwortgeben.

Friedrich Wilhelm Weber

Und deucht die Welt dir öd und leer

Und deucht die Welt dir öd und leer,
und sind die Tage rauh und scher,
sei still und habe des Wandels Acht:
Es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber

Alte Geschichten

Der Abend dämmert, es wirbelt der Wind
den Schnee von dem hohen Dache,
Großmütterchen sitzt am warmen Kamin
mit den Kleinen im warmen Gemache.
„Erzähl uns etwas, Großmütterlein!“ –
„Recht gern, ihr närrischen Dinger,
ihr müsst nur brav und bescheiden sein!“
Und mahnend hebt sie den Finger.
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In der Winternacht

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
Weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
Erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
Spürst du, was Gutes der Winter tat. –
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neues Jahr

Ein neues Jahr! Tritt froh herein,mit aller Welt in Frieden;
vergiss, wie viel der Plag´und Pein das alte Jahr beschieden!
Du lebst: Sei dankbar, froh und klug,
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Ach, so lange Haß und Liebe

Ach, so lange Haß und Liebe,
Furcht und Gier auf Erden schalten,
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Bedenke, was du heute tust

Bedenke, was du heute tust,
bedenk’ auch, was du morgen musst,
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Wissen heißt, die Welt verstehen

Wissen heißt, die Welt verstehen;
Wissen lehrt verrauschter Zeiten und der Stunde,
die da flattert, wunderliche Zeichen deuten.
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