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    Kategorie: Neue Gedichte

    Gedicht neu



    Still blickt der Himmel

    Still blickt der Himmel
    mit all seinen Sternen
    auf das Gewühl der Menschen
    auf Erden herab.
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    An ein Mädchen

    Noch nicht mit Ihren Feuergluthen
    Hat dich die Liebe angeweht;
    Noch wallte nicht in wilden Fluthen
    Dein Blut, das sanft die Pulse geht.
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    Am Morgen

    Da ich schlafen ging mit Sorgen,
    Bin ich frohen Muths erwacht –
    Rosig blüht der junge Morgen
    Aus dem dunklen Kelch der Nacht.
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    Ode

    Ich fühls, es kämpfen in mir die schon verwandelten Glieder!
    Ich fühls, der Mensch hört auf in mir!
    Da schwimm ich durch Wolken dahin mit neuerschaffnem Gefieder,
    Zu stolz vor niedrigerm Revier!
    Ich eil im unbeflogne Höhen!
    Kaum kann mich Hammons Adler sehen!
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    Die letzte Nacht

    Wir gingen durch den weißen Sand,
    Langsam, im letzten Sonnenbrand,
    Die Wellen kamen sachte, sacht,
    Und auf den Wellen kam die Nacht.
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    Zweimal zwei ist vier

    Mit großen Gebärden und großen Worten
    Treibens viele Leute allerorten.
    Haben eine absonderliche Manier,
    Zu sagen: zweimal zwei ist vier.
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    Die blauen Augen

    Will noch die schwartze Nacht den Tag bestreiten/
    Und als ein irrend Licht bey duncklen Zeiten
    Der übereitlen Welt/
    Die/ was ihr wohlgefällt/
    Für einen Abgott hält/
    Den Sinn verleiten?
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    Der 3. Psalm

    Meine Seele danckt dem Herrn
    Unter reiner Christen Kern/
    Wo die Frommen sich berathen/
    Groß sind unsers Gottes Thaten/
    Wer sie recht erwegen kan
    Findet eitel Lust daran.
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    Müßte das sein!

    Ich liege im Gras in meinem Garten
    und lass‘ den Wind über mich hinstreichen.
    Um mich ist ein Summen von vielen Insekten.
    An den Blumen, den honigreichen,
    hängen Bienen und Hummeln. Ich kann sie nicht sehn,
    denn meine Augen blinzeln nach oben,
    wo weiße Schäfchen auf blauer Himmelswiese gehn.
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    Die beiden Liebenden

    Ein andrer werb um Ehr und Gold!
    Ich werb um Liebe bei Selinden.
    Mich kann allein ihr süßer Sold
    An allgetreue Dienste binden.
    Das Glück läßt manchen Ehrenmann
    In seinem Dienst umsonst verderben.
    Allein bei treuer Liebe kann
    Der Hirt auch sichern Sold erwerben.
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    Elfen von Gustav Falke

    Mondesstrahl von Zweig zu Zweig,
    Silberfüßchen überm Steig,
    Märchenauge tief im Teich,
    Elfenreich, Wunderreich.
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    Der alte und der junge Wein

    Ihr Alten trinkt, euch jung und froh zu trinken:
    Drum mag der junge Wein
    Für euch, ihr Alten, sein.
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    Mit dem Leben

    Auf und ab, her und hin,
    Jeder Tag brachte Gewinn.
    weiterlesen… »

    Gleich

    Der Kaiser, hungert ihn, fühlt wie der Bauer
    Und geht zu Tisch und speist. Im Regenschauer
    Wird die Prinzessin naß wie der Lakai,
    Und kalt macht kalt, es sei auch wen es sei.
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    Das Vorstadthaus

    Da bauen sie ein neues Haus,
    die Steine sind geschichtet,
    schnell wächst es mit dem Dach heraus,
    und schon wird es gerichtet.
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    Land und Leute

    Land und Leute könnten voller Ruhe sein,
    Wären nicht zwei kleine Wörter: mein und dein;
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    Die schöne Stadt

    Alte Plätze sonnig schweigen.
    Tief in Blau und Gold versponnen
    Traumhaft hasten sanfte Nonnen
    Unter schwüler Buchen Schweigen.
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    Das vergnügte Leben

    Der Geist muß denken. Ohne Denken gleicht
    Der Mensch dem Öchs- und Eselein im Stalle.
    Sein Herz muß lieben. Ohne Liebe schleicht
    Sein Leben matt und lahm, nach Adams Falle.
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