Stimmungsbild
Es dehnet weit sich eine sand’ge Brache,
Nur dürft’ge Halme zittern stoßweis’ vor dem Wind,
Nur selten schwillt zu einem kleinen Bache
Der Wasserstreif, der sickernd über Kiesel rinnt,
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Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Gedicht neu
Es dehnet weit sich eine sand’ge Brache,
Nur dürft’ge Halme zittern stoßweis’ vor dem Wind,
Nur selten schwillt zu einem kleinen Bache
Der Wasserstreif, der sickernd über Kiesel rinnt,
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Die Volksgunst, wie die Liebe muß
Mit Logik man verschonen,
Die Nationen sind wie Frau’n
Und Frau’n wie Nationen;
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O, kannst du nicht in deinem Herzen
Der Jugend frohe Glut bewahren?
Vermagst du es nicht auszumerzen,
Was dir gekommen mit den Jahren?
Dereinstens hast du all dein Streben
In Zeiten bittrer, herber Not
Der heil’gen Kunst anheimgegeben,
Was ringst du jetzt nach Lob und Brot?
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Vorbei ist mir die Maienzeit,
Das Haar beginnt zu ergrauen,
Ihr gönnt mir nimmer Lust noch Leid,
Ihr holden Mädchen und Frauen,
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Im alten Park, dem verlassnen und kalten,
Gingen vorüber zwei dunkle Gestalten.
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Sie, die klimpern auf den Saiten,
Und die Schönen, welche lauschen,
Tauschen matte Höflichkeiten,
Wo die grünen Zweige rauschen.
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Nimm die Zunge wohl in acht,
sprich kein Wort, das unbedacht,
denn ein Wort, zu schnell gesprochen,
hat schon manches Glück zerbrochen.
Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
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Der höchste Schmerz, das höchste Glück,
sie kennen keine Lieder;
doch wenn das Leid gelindert ist,
doch wenn das Glück gemindert ist,
dann klingt es mächtig wieder.
Wilhelm Hasenclever
Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
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Die Residenz!
Gu’n Tag, du Metropole!
Da ist auch schon der Alexanderplatz…
Verstatte, daß ich mich das Schneuztuch hole,
das Herz schlägt stürmisch unterm Busenlatz.
Du gute Spree mit dem geduldigen Rücken,
der Ruderklubs und der Mamsells Entzücken -
ich seh dich still und mächtig dreckig ziehn …
Berlin!
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Es braust der See Tiberias,
Es schwankt das leichte Boot,
Die Jünger kämpfen schreckensblass
Mit schwerer Sturmesnot,
Er aber schläft mit Frieden
Als wie im sichern Haus
In seligem Ermüden
Vom heißen Tagwerk aus.
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Blühendes Kartoffelkraut,
sanft vom Sommerwind umkost,
immer, wenn ich dich geschaut
warst du mir ein Augentrost,
mit der Büsche Laubgezelt,
mit der Blüte Rötlichblau
hebst du wie ein Blumenfeld
dich hervor aus grüer Au.
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“Es war einmal “, so hebt sie an,
und alle Kinder lauschten,
im Hüttchen flammt der Kienholzspan,
die Bäume draußen rauschten.
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Um Mitternacht in diesen Finsternissen
Erweckte mich vom Schlaf ein Ungefähr,
Und sinnend lag ich lang auf meinem Kissen.
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